Kandel lässt sich etwas einfallen
Das erste „Stadtfestival“ bietet hochkarätiges Programm an zwölf Tagen vom 25. August bis zum 5. September

Landauf, landab werden unglaublich viele Events verschoben oder ganz abgesagt. Eine Folge der Pandemie, die unter anderem auch der Kulturbranche sehr zu schaffen macht. So musste auch für das so beliebte Stadtfest in Kandel die Entscheidung getroffen werden, dass es dieses Jahr nicht in der klassischen Form durchführbar ist. Es muss um ein Jahr auf 2022 verschoben werden, so die traurige Nachricht.

Allerdings hat die Stadt aus der Not eine Tugend gemacht: Kandel wäre nicht Kandel, wenn es sich nicht etwas einfallen lassen würde. Stadtbürgermeister Michael Niedermeier hat sich mit seinem Team, Marktmeister Jürgen Weiß und Stadtfestival-Organisator Markus Eisel viele Gedanken gemacht und so wurde aus dem klassischen Stadtfest kurzerhand ein Stadtfestival.
Wie in der Bienwaldstadt üblich, ist der Zusammenhalt groß und so tritt nicht nur die Stadt Kandel als Veranstalter auf, sondern auch der KuKuK (Kunst & Kultur in Kandel e.V.) sowie der Verein für Handel & Gewerbe e.V.

An zwölf aufeinanderfolgenden Tagen – vom Mittwoch, 25. August bis einschließlich Sonntag, 5. September – wird von über 20 Acts ein abwechslungsreiches Programm geboten. Präsentiert wird ein breites Spektrum an Kunstformen, von Comedy bis Mundartkomik, Musik in allen Variationen wie Rock, Pop, Salsa, Rumba, Jazz und Klassik. Geboten werden Tribute-Shows, „Zammesinge“, die hohe Kunst der Improvisation sowie klassisches Theater und sogar ein Kinderspielfest.

Prominente Namen wie Wigald Boning, Bernhard Hoecker, das Springmaus-Theater, Chako Habekost und Markus Becker wechseln sich mit regionalen Größen wie den Anonymen Giddarischden, dem Chawwerusch-Theater, Oli Dums oder Fine R.I.P ab. Für alle Geschmäcker und Stilrichtungen wurde gesorgt. Beschallungs-, Licht- und Bühnentechnik mit an der Seite platzierten Videowalls genügen höchsten Ansprüchen.

Das Festival wird auf dem Gelände der Bienwaldhalle stattfinden und als Zelt-Open-Air veranstaltet. So ist der Publikumsraum fast vollständig überdacht. Ortsansässige Vereine sorgen für das leibliche Wohl.

Die Veranstaltung findet unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Hygienebestimmungen statt.